Ich, Odie bin nun endgültig Dauerpatient beim Tierarzt

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Jetzt habe ich es endgültig geschafft. Ich bin Dauerpatient beim Tierarzt geworden. Ich hatte mir einen Zwingerhusten eingefangen. Obwohl ich aus Hannover komme, wo ich dagegen geimpft worden bin. Der Tierarzt erklärte Frauchen, dass dies meist passiert, wenn der Hund / Welpe ein sehr schwaches Immunsystem hat und dann mit einem infizierten Hund in Kontakt gekommen ist. Tja, Ich musste sogar wochenlang einen Schal tragen, da das Wetter sehr kalt, feucht und windig war. Ich sah total bescheuert aus. Die anderen Hunde haben mich wohl für einen Freak oder noch viel Schlimmer für ein Schoßhündchen gehalten. Nach ein paar Wochen war der Zwingerhusten überstanden. Leider hatte ich innerhalb von 6 Monaten 3 Rückfälle. Nun schlug auch kein Standard-Medikament mehr an. Es wurde ein Abstrich aus der Mandeltasche genommen. Ja richtig gehört, Hunde haben Mandeltaschen. Mit diesem Abstrich wurde getestet, welches Medikament nun noch anschlagen würde. Leider hatte ich auch nach diesen 6 Monaten immer wieder Mandelprobleme, so dass sich der Tierarzt entschloss sich diese Mandeltaschen mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich wurde in Narkose gelegt, und die Mandeltaschen genauestens inspiziert. Die permanente Entzündung hatte Ihren Ursprung in einer Sprotte eines Haferkorns. Falls Ihr euch noch an den Blog über mich und Mutter Natur erinnern könnt. Da hatte ich eine Stück im Trommelfell stecken. Anscheinend hatte ich damals auch ein Stück in den Hals bekommen, dass sich dann in die Mandeltasche gebohrt hatte. Die Mandeltaschen wurden ausgeschabt und ich schaffte es sogar 1 Jahr ohne Zwingerhusten auszukommen. Bei der Nachuntersuchung war der Tierarzt sehr besorgt, dass ich mein sonniges Gemüt und meine Geduld ihm gegenüber ausgereizt worden sei und ich nun nicht mehr sehr gut auf ihn zu sprechen wäre. Er nahm vorsichtig meine Zunge zur Seite zog Sie heraus und schaute tief in meinen Rachen. Dann lies er wieder los. Alles war wieder gut. Ich kam seinem Gesicht mit meiner Schnauze gefährlich näher, so dass er bereits ein mulmiges Gesicht machte. Ich rollte meine Zunge heraus und fuhr ihm vom Kinn über die Brille, die Stirn bis in den Haaransatz. Der Sabber triefte an ihm herab. Dann warf ich ihm mein charmantestes Lächeln zu. Er fing an zu lachen und nahm die Brille ab, da er jetzt gar nichts mehr sehen konnte. Frauchen fing auch an zu lachen und meinte, dass dies wohl meine Bezahlung für die Beseitigung des Schmerzes sei.

Natürlich was denn sonst. Er konnte ja nicht mal meine Nachricht lesen, geschweige denn beantworten, die ich ihm gleich am Tag nach der OP an dem Busch neben der Praxis hinterlassen habe. Dort hatte ich mich bereits überschwänglich bedankt. Aber von einem Zweibeiner darf man nun mal nicht zu viel verlangen. Morgen erzähle ich euch weitere Episoden aus meinem Leben. Pfote drauf.

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3 Gedanken zu “Ich, Odie bin nun endgültig Dauerpatient beim Tierarzt

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